01.10.2009

Gedenkstele für die Opfer des Nationalsozialismus

Auf Initiative des Präsidiums der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften und großzügig unterstützt durch den Leopoldina Akademie Freundeskreis e.V erinnert im Innenhof der Akademiegebäude in Halle (Saale) eine Gedenkstele an die während des nationalsozialistischen Regimes in Konzentrationslagern getöteten Akademie-Mitglieder. Die vom halleschen Bildhauer Bernd Göbel gestaltete Stele trägt die Namen der neun Wissenschaftler.

Die Stele ehrt das Andenken von neun Mitgliedern der Leopoldina, die in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten ermordet wurden oder an den unmenschlichen und grausamen Bedingungen der Lagerhaft starben. Acht der Opfer stammen aus jüdischen Familien.

Auf der Gedenkstele sind die Namen der Opfer, ihre Profession, ihr Geburts- und Todesjahr verewigt:

Otto Blumenthal (1876-1944),Mathematiker

Maximilian Flesch (1852-1943), Anatom

Hans Meyer (1871-1942), Chemiker

Georg Pick (1859-1942), Mathematiker

Hans Przibram (1874-1944), Zoologe

Peter Rona (1871-1945), Biochemiker

Emil Starkenstein (1884-1942), Pharmakologe

Leon Wachholz (1867-1942), Gerichtsmediziner

Arthur von Weinberg (1860-1943), Chemiker

Der Vorsitzende des Leopoldina Freundeskreises, Dr.-Ing. Horst Dietz, und der Präsident der Leopoldina, Prof. Dr. Volker ter Meulen, enthüllen die Gedenkstele. Foto: Markus Scholz/ Leopoldina